Zohreh Elahian
Zohreh Elahian

Aussprache: zohreh elahiyaan
arabisch:
زهره الهیان
persisch:
زهره الهیان
englisch:
Zohreh Elahian

1968 - heute n.Chr.

Foto IRNA (2024 n.Chr.)

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Zohreh Elahian ist eine prominente konservative iranische Politikerin und Ärztin.

Sie ist 1968 n.Chr. in Kermanschah geboren. Sie war mehrfach Mitglied in der Islamischen Beratungsversammlung (Madschlis/Parlament) und vertrat in der achten und elften Legislaturperiode die Wahlkreise, Ray, Schamiranat, Eslamschahr und Pardis in Teheran. Ihre erste Amtszeit war von 2008 bis 2012 n.Chr., und sie kehrte von 2020 bis 2024 ins Parlament zurück.

Elahian wurde von Ahmadinedschad für das Amt der Ministerin für Wohlfahrt und soziale Sicherheit vorgeschlagen, lehnte jedoch ab. Ayatollah Safi-Golpayegani lobte ihre Entscheidung.

Eine Delegation aus dem Iran unter der Leitung von Zohreh Elahian, der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des Parlaments, reiste 2020/21 nach Syrien, um die Präsidentschaftswahlen in diesem Land zu überwachen.

Am 20. Februar 2023 wurde sie von der Europäischen Union sanktioniert.

Elahian ist mit der Gesellschaft der Pfadfinder der Islamischen Revolution verbunden. In ihrer politischen Karriere war sie in verschiedenen Ausschüssen tätig und setzte sich besonders für konservative Politik in den Bereichen Familie und Frauen ein. Beispielsweise ist sie eine leidenschaftliche Verfechterin einer höheren Geburtenrate in der Islamischen Republik Iran und kritisiert Kultureinflüsse der Westlichen Welt, die sie als moralische Degeneration betrachtet und mit einem Virus vergleicht, der gefährlicher als COVID-19 sei.

Neben ihrer politischen Arbeit ist Elahian auch im medizinischen Bereich aktiv. Sie ist mit der Akademie der Medizinischen Wissenschaften des Iran verbunden, wo sie Leiterin der Abteilung für Vorausschau und Theoriebildung ist.

Elahian machte auch Schlagzeilen als erste aussichtsreiche Frau, die sich für die Präsidentschaftswahl 2024 in der Islamischen Republik Iran registrierte. Sie zog ihre Kandidatur jedoch zurück, bevor der Wächterrat die offizielle Liste der zugelassenen Kandidaten bekannt gab, und erklärte, sie wolle die Einheit der revolutionären Kräfte im Iran unterstützen. Die deutsche Bildzeitung veröffentlichte zuvor am 8.6.2024 in Internet eine Hetzschrift über sie mit dem Titel: "Mullah-Hexe will Iran-Präsidentin werden". diese Art von Entmenschlichung gilt in der Westlichen Welt als Meinungsfreiheit, allerdings nur, wenn es gegen Muslime gerichtet ist.

Im Laufe ihrer Karriere erntete Elahian sowohl Unterstützung als auch Kritik. Einige ihrer Aktionen, wie das Eintreten für strenge Strafen bei der Verbreitung falscher Informationen, lösten erhebliche Debatten im Land aus.

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