Weil sie vier Söhne hatte, wurde Fatima als
Umm
Banin (Mutter der Söhne) bekannt. Umm-ul-Banin behandelte auch die Kinder von
Fatima (a.) ab dem ersten Tag mit sehr großem Respekt. Sie erzog ihre eigenen Kinder so, dass sie
Imam Hasan (a.),
Imam Husain (a.),
Zainab(a.) und
Umm Kulthum nicht
nur als ihre Geschwister, sondern viel mehr als ihre Vorbilder ansahen und zu ihnen aufblickten.
Imam Husain (a.)
hing sehr an
Abbas. Als
Abbas geboren wurde, bat
Imam Ali (a.) seinen Sohn
Husain (a.), dem Kind den
Gebetsruf und den
Gebetsaufruf [iqama] ins Ohr
zu flüstern.
Da alle vier Söhne von Umm-ul-Banin
Märtyrer in
Kerbela am Tage
Aschura
wurden, wird die Mutter ebenfalls besonders verehrt für diese
Erziehung.
Umm al-Banins Vater war Abul-Madschl Hizam ibn Chalid vom
Stamm der Banu Kilab und ihre Mutter war Layla oder Thamama
bint Suhayl ibn Amir ibn Malik. Das genaue Datum ihres Todes
ist unbekannt. Ihr Tod wird jedoch auf den 13. Jumada II.
64/6. Februar 684 datiert.
Sie starb 64
n.d.H. (684 n.Chr.) und wurde auf dem
Dschannat-ul-Baqi beigesetzt. Sie liegt in der Nähe der
dort begrabenen
Imame von al-Baqi.
Es wird berichtet, dass
Imam Ali (a.) nach dem Dahinscheiden von
Fatima (a.) im Jahr 11n.d.H.
(632 n.Chr.) seinen Bruder
Aqil ibn Abu Talib um Rat fragte, um eine Frau zu finden,
die mutige und tapfere Kinder zur Welt bringen würde.
Aqil schlug Fatima bint Hizam vor und fügte hinzu, dass
unter den Arabern niemand mutiger sei als die Männer der Banu
Kilab. Daher bot
Imam Ali (a.) ihr die Ehe an und sie akzeptierte. Die vier
Söhne, die sie gebar waren für ihren Mut und ihre Tapferkeit
bekannt.
Es wird berichtet, dass sie
Imam Ali (a.) kurz nach der Hochzeit vorschlug, sie Umm
al-Banin statt Fatima, ihrem ursprünglichen Namen, zu nennen,
da die Kinder von
Fatima (a.) sich durch das Wort „Fatima“ an ihre Mutter
und die traurigen Erinnerungen erinnern würden.
Umm al-Banin war nicht in
Kerbela anwesend. Als die Karawane der Gefangenen von
Kerbela in
Medina
ankam, wurde sie vom Martyrium ihrer Söhne informiert; sie
fragte jedoch: „Erzähl mir von
al-Husains (a.)“
Als sie hörte, dass
Imam Husains
(a.) Märtyrer
geworden war, sagte sie: „Ich wünschte, meine Kinder und
alles auf der Welt wären Lösegeld für
Imam Husains
(a.) gewesen, und er hätte überlebt.“ Diese Worte verdeutlichen ihre
große Loyalität gegenüber den
Ahl-ul-Bait (a.).
Es wird berichtet, dass
Zaynab bint Ali (a.) nach ihrer Ankunft in
Medina
Umm al-Banin besuchte und ihr Beileid zum Martyrium ihrer
Kinder aussprach.
Nachdem sie die Nachricht vom
Märtyrium ihrer Söhne erhalten hatte, ging sie jeden Tag
mit ihrem Enkel
Ubaydullah ibn Abbas zum Friedhof
Dschannat-ul-Baqi . Sie rezitierte die Klage, die sie für
ihre Söhne verfasst hatte, und weinte tieftraurig. Die Leute
von
Medina versammelten sich um sie und weinten mit ihr. Es
wird sogar behauptet, dass auch
Marwan ibn al-Hakam mit ihnen weinte. Sie rezitierte diese
Klage, die sie für Abbas verfasst hatte:
„O, wer sah, wie Abbas eine Schar von Feinden angriff
und die Söhne Alis (a) ihn wie tapfere Löwen unterstützten?
Mir wurde gesagt, mein Sohn sei am Kopf getroffen und seine
Hände zerschnitten worden. Wehe mir! Mein Sohn hatte den Kopf
gesenkt, als er am Kopf getroffen wurde. Hätte er sein Schwert
in der Hand gehabt, hätte niemand gewagt, sich ihm zu nähern.“