D.S.Margoliouth
David Samuel Margoliouth

Aussprache: al madschdal
arabisch:
مرجليوث
persisch:
ديڤيد صمويل مارگـُليوث
englisch:

17.10.1858 - 22.3.1940

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

David Samuel Margoliouth war ein englischer Orientalist.

David ist am 17. Oktober 1858 in London geboren. Sein Vater Hesekiel war vom Judentum zum Anglikanismus konvertiert und arbeitete danach in Bethnal Green als Missionar der Juden. David stand auch seinem Onkel nahe, dem anglikanischen Konvertiten Moses Margoliouth.

David Margoliouth Margoliouth wurde in Winchester, wo er Gelehrter war, und am New College in Oxford ausgebildet, wo er mit Auszeichnung abschloss und eine beispiellose Anzahl von Preisen in Klassik und orientalischen Sprachen gewann, von denen er Arabisch, Persisch und Türkisch beherrschte. Zudem sprach er Armenisch und Hebräisch. Seine 1888 veröffentlichte akademische Dissertation trug den Titel Analecta Orientalia ad Poeticam Aristoteleam. 1889 übernahm er den Lehrstuhl für Arabisch, eine Position, die er bis zu seiner aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Pensionierung im Jahr 1937 innehatte. Im Juli 1902 erhielt er den Doktor-Titel am New College in Oxford.

Viele seiner Werke zur Geschichte des Islam wurden zu Standardabhandlungen in englischer Sprache für die Westliche Welt, wobei sein Blick auf die Religion der Blick aus kolonialistischer Sicht war. Er verfasste zahlreiche Bücher und Übersetzungen alter Schriften. Daneben interessierte er sich intensiv für die Geschichte der Juden. So soll er den frühesten Beweis für die Anwesenheit von Juden in China in einem Geschäftsbrief aus dem Jahr 718 v. Chr. identifiziert haben.

Er gehört zu den ersten Orientalisten, die behauptet haben, dass Teile der Geschichte der Frühzeit des Islam erst später erfunden seien. Auch versuchte er eine "Ähnlichkeit" der Sprache des Heiligen Quran zu früheren Dichtungen erkennen zu wollen, was der Propaganda der Westlichen Welt gegen den Islam sehr dienlich war.

Er starb am 22. März 1940 in London und hinterließ zahlreiche Werke und Übersetzungen, darunter:

bulletMohammed and the Rise of Islam, 1905
bulletUmayyads and Abbasids, 1907
bulletCairo, Jerusalem, and Damascus, 1907 
bulletThe Early Development of Mohammedanism, 1914
bulletYaqut's dictionary of learned men, 7 Bände, 1908–1927
bulletThe Kitab al-Ansab of al-Sam'ani, 1911
bulletMohammedanism, 1912
bulletThe Relations Between Arabs and Israelites Prior to the Rise of Islam, 1924

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