Umm Ayman
Umm al-Ayman - Baraka bint Thalaba

Aussprache: umm ayman
arabisch:
أمّ أيمن
persisch:
أمّ أيمن
englisch: Umm Ayman

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Umm Ayman war eine Frau aus Afrika und Gefährtin des Propheten Muhammad (s.), der sie in besonderer weise ehrte. Sie ist auch als Baraka bint Thalaba bekannt.

Sie gilt als die erste Person, die Prophet Muhammad (s.) nach dessen Geburt in ihren Armen hielt und dementsprechend bezeichnete Prophet Muhammad (s.) sie stets als "Mutter nach meiner Mutter". Und sie ist die einzige Person, die ihm von der Geburt bis zu seinem Ableben zur Seite stand. Die Mutter des Propheten Amina bint Wahab bat sie, sich um ihren Sohn Muhammad (s.) zu kümmern, als sie starb und Umm Ayman erfüllte diese Verantwortung.

Ursprünglich war sie als Sklavin von Abessinien nach Mekka verschleppt worden. Dort wurde sie aber von der Familie des Vaters des Propheten Abdullah ibn Abdulmuttalib gekauft, aufgenommen und sehr gut behandelt. Nachdem Abdullah ibn Abdulmuttalib seine Frau Amina bint Wahab geheiratet hatte, war sie deren Bedienstete. Und es war Umm Ayman, die Amina beiseite stand, als Abdullah ibn Abdulmuttalib zwei Wochen nach der Hochzeit eine Reise nach Syrien antrat und nicht zurück kehrte. Umm Ayman begleitete Amina während der gesamten Schwangerschaft. Umm Ayman war es auch, welche die Nachricht vom Ableben Abdullahs im damaligen Yathrib überbrachte.

Umm Ayman war immer an der Seite des Prophet Muhammad (s.) und unterstützte ihn von der Kindheit an. Sie war eine der wenigen die frühzeitig die Auserwähltheit erkannte. Erst nach der Heirat des Propheten Muhammad (s.) mit Chadidscha (a.) heiratete sie selbst auch mit deren Unterstützung.

Sie heiratete Ubaid ibn Zaid von den Banu Chazradsch und sie hatten einen Sohn namens Ayman, weshalb man sie Umm Ayman (Mutter von Ayman) nannte. Sie gehörte zu den ersten Muslimen.

Bei der Schlacht von Uhud versorgte sie die Kämpfer mit Wasser [maa] und pflegte die Verwundeten. Ihr Ehemann starb bereits kurze Zeit nach ihrer Heirat. Später heiratete sie Zaid ibn Haritha und zusammen hatten sie den Sohn Usama ibn Zaid. Sie war es, die Usama mittels Boten darüber informierte, dass Propheten Muhammad (s.) im Sterben lag, als Usama und die anderen Gefährten im Lager al-Dschurf ausharrten, obwohl Prophet Muhammad (s.) ihnen den Befehl gegeben hatte, unter der Führung von Usama ibn Zaid auszurücken.

Sie erlebte das Martyrium ihres Ehemannes Zaid wie auch ihres Sohnes Usama mit wie auch zuvor das Ableben des Propheten Muhammad (s.).

Zu ihren bittersten Momenten gehörte ihr verzweifelter Hilfeversuch bei der Auseinandersetzung zwischen Abu Bakr und Fatima (a.) um Fadak, als sie bezeugte, dass Fadak tatsächlich Fatima (a.) gehörte, aber Abu Bakr ihre Zeugenschaft nicht als hinreichend akzeptierte.

Nach Fatimas (a.) Marytrium hat sie es in Medina nicht mehr ausgehalten und wollte auswandern. Beim Auswandern hatte sie nicht hinreichend Wasserversorgung dabei und drohte in der Wüste zu verdursten. Daraufhin hat Sie sich an ALLAH gewandt mit dem Hilferuf: "O Herr, ich bin die Dienerin Fatimas", worauf ihr als Wunder ein Kelch Wasser vom Himmel herabgesandt wurde. Sie trank nur wenige Tropfen davon und war in ihrem Leben die wieder durstig. Dieses Wunder wird unter anderem im Hauptwerk von Qutbaddin Rawandi Al-Charaidsch wal-Dscharaih berichtet.

Umm Ayman starb in der Regierungszeit von Uthman ibn Affan.

Ihre klare Stellungnahme Umm Aymans auf der Seite der Ahl-ul-Bait (a.) führte zu einer kuriosen Entwicklung in verfälschten Überlieferungen. Zunächst wurde ihr angedichtet, dass sie den Urin des Propheten Muhammad (s.) unwissentlich getrunken hätte und später wurde diese Handlung dann auch noch als segensreich dargestellt. Diese bei Buchari verzeichnete Überlieferung wird sehr kontrovers zwischen den Rechtsschulen diskutiert.

Einig hingegen sind sich alle Muslime darin, dass ihr Prophet Muhammad (s.) einen Platz im Paradies prophezeit hat.

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