Meradschol-Saade

Meradschol-Saade
معراج السعادة

Die Himmelfahrt der Glückseligkeit
(Eine Zusammenfassung des Gesamtwerkes)
von
Hadsch Molla Ahmad Naraqi

Inhaltsverzeichnis

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Kapitel 3: Über den Schutz des guten Verhaltens und die Notwendigkeit das Reden mit Menschen, die schlechtes Verhalten haben, zu vermeiden
Abschnitt 2: Die Notwendigkeit das Reden mit Menschen, die schlechtes Verhalten haben, zu vermeiden

Wenn jemand die schlechten Eigenschaften meiden will und nach den guten sucht, dann muss er einige Dinge vermeiden.

Erstens: Man muss von Menschen, die schlechtes Verhalten haben, fern bleiben. Auch soll er deren Geschichten nicht zuhören oder ihren Weisungen folgen. Dagegen muss er mit den Leuten, die gutes Verhalten haben, verkehren und den Weisungen der großen vergangenen Gelehrten folge leisten. Der Mensch ist von Natur aus ein Dieb; Das Geheimnis welches dahinter steckt ist, dass wir Kräfte haben die in Richtung der guten Dinge gehen und andere wiederum, die in Richtung der schlechten und niederträchtigen Dinge gehen. Diese Kräfte befinden sich in einem ständigen Kampf. Je nachdem, welche der Kräfte die Oberhand hat, wird unsere Seele von ihren Wünschen bestimmt. Auch besteht kein Zweifel darin, dass je nachdem mit welchen Menschen du verkehrst, guten oder schlechten, diese einen großen Einfluss auf diese Kräfte haben. Da jedoch die meisten unserer Kräfte nach dem Schlechten streben, ist es demnach auch leichter, dieses zu erreichen. Der Prophet Mohammad sagte:

„Das Paradies ist umgeben mit Unerwünschtem und das Feuer ist umgeben mit Begierden“

(das bedeutet, dass man durch die Begierden ins Feuer kommt und durch Dinge, die man nicht so gerne verrichtet kommt man ins Paradies)

Zweitens: Man muss seine Aufmerksamkeit immer, auf die Dinge richten, die aus guten Eigenschaften bestehen. Zum Beispiel, wenn man großzügig sein möchte, muss man den Armen helfen und darf nicht geizig sein. Oder jemand der tapfer sein möchte, muss auf gefährliche Dinge zugehen, die jedoch weder dem Verstand noch den religiösen Gesetzen widersprechen.

Drittens: Man muss auf seine Taten achten. Das heißt man muss immer bevor man eine Tat begeht den Verstand benutzten. Wenn man dann eine Tat, mit dem Verstand erkannt hat, die nicht für einem gut ist, muss man die eigene Seele erziehen. Dies geht so, dass man sich Vorwürfe macht und dann z.B. fastet. Und wenn man zornig ist, dann muss man Geduld zeigen.

Viertens: Man muss sehr darauf achten, weder die Begierde noch den Zorn, zu reizen. Man muss seine Augen und Ohren vor schlechten Einflüssen und Reizen und sein Herz vor schlechten Gedanken, schützen Denn sonst ist es wie, als wenn, eine Person ein wildes Pferd oder einen aggressiven Löwen freilässt und sich dann vor ihnen in Sicherheit bringt.

Fünftens: Die Seele darf einen nicht verführen. D.h. man muss seine eigenen Fehler finden und darf ihnen gegenüber nicht unachtsam sein.

Einige Mensche erkennen einen Dorn im Fuße eines anderen Menschen sofort; Jedoch nicht den Ast in ihrem eigenen Auge. Deswegen muss man gute Freunde um sich sammeln, die einen auf die negativen Eigenschaften aufmerksam machen, sodass man diese ausmerzen kann. Wenn du einen solchen Freund hast musst du ihn sehr schätzen, da die meisten Menschen die schlechten Eigenschaften als es etwas Gutes sehen und die guten als etwas schlechtes.

Somit ist derjenige klug, der sich beim Feind bedankt, wenn er ihn auf seine schlechten Eigenschaften aufmerksam macht.

So sagen wir als Abschluss, dass wenn du gute Eigenschaften hast, Gott danken musst,

und wenn du schlechten Eigenschaften hast, musst du dir Vorwürfe machen, Gott gegenüber Reue zeigen und diese (schlechte Eigenschaften) beheben.

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